Ich besitze selbst 3 Hunde:
2 Husky und 1 Schäfer
Balu
Balu kam 2018 zu mir und war der erste eigene Hund mit einer nicht so rosigen Vergangenheit.
Mein damaliges Motto war: Ich will wissen ob ich das was ich in meiner Ausbildung gelernt habe auch anwenden und umsetzen kann.
In der Ausbildung lernt man viele liebe Leute kennen, so auch meine mittlerweile gute Freundin Lisa. Man bleibt auch nach der Ausbildung in Kontakt um sich weiter am Laufenden zu halten bzw. sich nach wie vor Tipps zu geben. So kam es, dass Lisa 2018 in unserem Gruppenchat per WhatsApp einen „Hilferuf“ startete und ein neues zu Hause für Balu suchte. Balu war der Hund der Nachbarin ihrer Tante, die sich Hilfesuchend an sie wendete, da er dringend aus seinem zu Hause verschwinden musste.

Balus Vorgeschichte war so wie man es erwartet. Hundebesitzer die noch nie einen Hund hatten, sich mit Rassen nicht auskannten und unbedingt einen Hund wollten der wunderschön und zum vorzeigen war.
Balu ist auch wunderschön, er sieht aus wie ein schwarzer Wolf. Leider schlugen aber auch die Gene voll durch. Was erwartet man auch schon von einem Husky-Schäfer-Neufundländer Mischling der ein „Hoppala“ war.
Selbstverständlich kamen die Besitzer nicht mit ihm zurecht und so beschloss Balu für sich selbst zu Sorgen. Er fand es einfach toll die Hühner vom Nachbarn zu jagen und nachzulaufen, er fand es auch toll wenn er alleine im Haus war es etwas moderner umzugestalten. Die Besitzer fanden es nicht so toll und versuchten alle möglichen Hilfsmittel wie Stromhalsband (welches in Österreich gesetzlich verboten ist), etc. Am Ende landete Balu in der Garage wo keine Fenster waren, er keine Ansprache hatte und auch keine Liebe erfuhr.
Der letzte Entschluss war - der Hund hatte ein ernsthaftes Problem, er gehört eingeschläfert. Hier trat die Nachbarin ins Spiel und startete den Hilferuf.
Was soll ich sagen. Dieser Hund hat mich genug Nerven und Graue Haare gekostet aber im Endeffekt hat es sich gelohnt. Er ist das Beste was mir je passiert ist und wir lernen immer noch jeden Tag voneinander.
Rocky
Rocky kam 2019 zu mir und war eigentlich gar nicht geplant.
2019 war eine schöne Zeit. Ich habe viel Zeit und Energie in Balu gesteckt, so lernte ich auch eine damalige Freundin kennen. Diese hatte einen Pferdehof wo wir dann sehr viel Zeit verbrachten. Mit einem Pferdehof lernt man natürlich auch viele neue Leute kennen. So kam es dazu, dass wir eine Bekannte getroffen haben, die einen Schäferhund aus einer schlechten Haltung aufgenommen hatte.
Man kann sagen was man will aber es gibt auch die Liebe auf den ersten Blick bei Hunden. Sie selbst konnte Rocky nicht behalten, da Sie einen Hund suchte der auf Ihr Gestüt aufpasste. Genau kennen wir Rocky´s Vorgeschichte nicht aber er hat sich zu diesen Zeitpunkt definitiv nicht dafür geeignet.

Fakt ist, ich musste nicht lange überlegen und nahm ihn nach kurzen Beschnuppern mit Balu in mein Rudel auf. Er war ein Altdeutscher Schäferhund mit nur 25 Kilo und hatte chronischen Stress der das Endstadium bereits erreicht hatte. Er hatte 4 Vorbesitzer von denen wir nicht sehr viel wissen.
Er hatte panische Angst vor allem, sei es eine Bürste gewesen oder ein ganz normales Halsband und er wusste wahrscheinlich nicht einmal was es eigentlich heißt ein Altdeutscher Schäferhund zu sein. Ich musste ein halbes Jahr diesen Stress bekämpfen um überhaupt mit ihm anfangen zu können zu arbeiten.
Die erste Zeit war eine große Herausforderung aber mit Balu an seiner Seite ging es dann doch recht schnell und zielführend.
Mittlerweile hat er stattliche 45 Kilo und macht seinem Job als „Schäferhund“ alle Ehre.
Ares
Mit Rocky war meine „Hundeplanung“ eigentlich abgeschlossen aber wir wissen alle das es nie so kommt wie man es sich vorstellt.
2020 kam mein Sohn auf die Welt und vervollständigte die Familie komplett.
Dann im Jahr 2022 sah ich auf Facebook eine Anzeige. Husky sucht dringend eine neue Familie aufgrund der Trennung seiner Besitzer. Es musste schnell geschehen, da er sonst im Tierheim landen würde und wir alle wissen wie viele Huskys im Tierheim sitzen und ewig auf ein artgerechtes zu Hause warten.

Keine Ahnung was mich da geritten hatte aber ich hatte beschlossen mir diesen Hund anzusehen. Oberste Regel, er musste in mein Rudel und auch zu meinem Sohn passen. Würde er mit kleinen Kindern nicht umgehen können, könnte ich ihn nicht aufnehmen.
Wir kamen zu dem ehemaligen Besitzer und sahen uns Ares an. Ein stattlicher, unkastrierter, einjähriger Sibirischer Husky Rüde in voller Pracht begrüßte uns.
Nach ungefähr 2 Stunden war es beschlossen, Ares würde bei uns einziehen. Trotz Trennung der ehemaligen Besitzer hatte sich Ares sehr schnell eingelebt und wurde Teil dieses Rudels.
Das Beste an der ganzen Geschichte:
Ares war von Anfang an der Liebling von meinem Sohn, die zwei haben sich gesucht und gefunden und sind seitdem ein Herz und eine Seele.